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Leguan

Heimat

Leguane, die als Echsen zur Familie der Reptilien gehören, sind vorwiegend in Amerika und Madagaskar beheimatet. Je nach Leguan-Art sind diese Tiere aber auch auf den Karibischen Inseln, den Fidschi-Inseln und den Galapagos-Inseln anzutreffen. 

Aussehen

Charakteristisch für den Leguan ist, dass sein Schwanz oftmals länger ist als der übrige Körper. Außerdem erkennt man den Leguan daran, dass er an seinem Kopf Schuppenkämme oder Kehlwamme hat. Diese sind beim männlichen Leguan stärker ausgeprägt als beim weiblichen. Besonders wichtig sind sie bei der Balz sowie bei Revierkämpfen. Die Bauchschuppen sind beim Leguan größer als die Rückenschuppen. 

Die eben aufgezählten Merkmale haben alle Leguan-Arten gemein. Es gibt aber auch einige Unterschiede, zum Beispiel, was die Körperlänge anbelangt. Je nach Art erreicht der Leguan eine Körperlänge von 14 cm bis hin zu 2 m. Die größten Exemplare können ein Gewicht von bis zu neun Kilo erreichen. 

Lebenserwartung

Der Leguan hat, artgerechte Haltung und Pflege vorausgesetzt, eine Lebenserwartung von 15-20 Jahren. 

Futter

Der Leguan ist ein Allesfresser. Zwar ernährt er sich hauptsächlich von Pflanzen, Insekten und Schnecken verschmäht er aber auch nicht. In der Terrarienhaltung kann man dem Leguan fast alles füttern, was die Natur und der Garten hergeben – angefangen von Löwenzahn über Klee bis hin zu Zucchini, Äpfeln und Bananen. 

Verhalten

Es gibt ganz bestimmte Verhaltensweisen und typische Merkmale für den Leguan. So sind männliche Leguane dazu in der Lage, ihre Farbe zu wechseln. Damit wollen sie Leguan-Damen beeindrucken. Während der Paarungszeit findet man deshalb vorwiegend orange leuchtende Leguane. 

Der Leguan gilt zwar als langsame Echse, kann aber besonders gut schwimmen. Unter Wasser können diese Tiere ihren Atem für 30 Minuten anhalten. Da sie auch dazu in der Lage sind, direkt vom Baum ins Wasser zu springen, ohne sich zu verletzen, könnte man sie als echte „Stuntmänner“ bezeichnen. 

Paarung und Zucht

Während der Paarungsphase verwandelt sich der männliche Leguan und nimmt eine intensive orangene Färbung an, um das Weibchen zu beeindrucken. Typisch für den Leguan ist der so genannte Paarungbiss, den das Männchen im Nacken des Weibchens setzt. Anschließend schiebt der Leguan seine Schwanzwurzel unter das Weibchen. Der eigentliche Paarungsakt dauert etwa 3-8 Minuten. Begattete Weibchen legen nach 8-10 Wochen zwischen 6 und 77 Eier pro Gelege. 

Haltung

Der Leguan kann in kleinen Gruppen gehalten werden. Als ideale Konstellation gelten ein Männchen und zwei Weibchen. Zwei männliche Leguane vertragen sich hingegen nicht. Besonders in einer kleinen Gruppe benötigt der Leguan sehr viel Platz, weshalb beim Terrarium eine Mindestgröße von 250 x 200 x 200 cm (L x B x H) nicht unterschritten werden sollte. Sonst kann es passieren, dass sich die Leguane nicht entfalten können. Jung Tiere sollten aber in einem kleineren Terrarium, idealerweise mit den Maßen 100 x 60 x 100 cm, gehalten werden, da sie sonst sehr scheu werden. 

Bei einer artgerechten Haltung des Leguan braucht man auch technisches Equipment, das sowohl in der Anschaffung als auch bei der Haltung erhebliche Kosten verursachen kann. Besonders wichtig ist zum Beispiel die Beleuchtung im Terrarium. Diese sollte drei verschiedene Bereiche abdecken und damit sowohl für Helligkeit als auch für Wärme und eine ausreichende UV-Versorgung sorgen. Dabei helfen HQI-Strahler. Nicht weniger wichtig ist beim Leguan, im Gehege für grundsätzlich vier verschiedene Temperaturzonen zu sorgen. Tagsüber sollte die Temperatur im unteren Bereich bei 25-28°, im mittleren Bereich bei 30-33° und im oberen Bereich bei etwas über 35° liegen. Der vierte Platz ist der Sonnenplatz, wo es gut und gerne 42-45° sein dürfen. Die hohen Temperaturen sind für den Leguan sehr wichtig, um seine Nahrung verdauen zu können. Nachts kann die Temperatur im Terrarium auf 22-24° gedrosselt werden. Was die Luftfeuchte anbelangt, sollte diese tagsüber bei 80-90 % liegen.